Zu den Partnern unseres Gründerinnen-Wettbewerbs STARTERiN Hamburg 2026 gehört die Anwaltskanzlei MARTIUS. Sie unterstützt Startups in ihren verschiedenen Unternehmensphasen und hat beispielsweise Procuros bei seiner aktuellen Finanzierungsrunde beraten. Im Interview erklärt Prof. Dr. Daniel Graewe, einer der Partner bei MARTIUS, wie er sich für das Hamburger Startup-Ökosystem und die STARTERiN einsetzt.
Das auf dynamische Stromtarife spezialisierte Startup Rabot Energy hat eine Serie B-Finanzierungsrunde über 50 Millionen Euro abgeschlossen. Mit dem frischen Kapital will das Unternehmen den Ausbau seines Angebots für Privathaushalte, Gewerbe- und Industriekunden in Deutschland beschleunigen und die Weiterentwicklung der technologischen Plattform sowie die Anbindung zusätzlicher Geräte, vom Batteriespeicher über die Wallbox bis zur Wärmepumpe, vorantreiben.
Angeführt wird die Runde von dem auf europäische Tech-Scale-ups spezialisierten Growth-Capital-Investor Endeit und dem DeepTech & Climate Fonds (DTCF). Von den Bestandsinvestoren beteiligten sich unter anderem HV Capital, High-Tech Gründerfonds (HTGF), Bosch Ventures, CNI, Acurio Ventures und vent.io. Überzeugen konnte die Investoren die äußerst positive Entwicklung von Rabot Energy. Gestartet im Jahr 2021, versorgt das Startup mittlerweile über 200.000 Kunden mit über 600 Millionen Kilowattstunden Ökostrom. Seinen Umsatz konnte es auf 200 Millionen Euro steigern. Nach Berechnungen von Rabot Energy sparten die Kunden, darunter rund 15.000 Geschäfts- und Industriekunden, 2025 gegenüber dem jeweiligen Grundversorgerpreis zusammen rund 45 Millionen Euro ein.
Mit Rabot Energy bauen Kunden ein virtuelles Kraftwerk
Der Erfolg des Unternehmens hängt mit den Besonderheiten der Energiewende zusammen. Entscheidend wird zunehmend, wann und wie Strom verbraucht wird. Der Fokus verschiebt sich damit weg von der Erzeugung und hin zum Verbrauch. Rabot Energy bietet smarte Stromtarife und hilft gleichzeitig dabei, flexible Verbräuche automatisiert in die Zeiten zu verschieben, in denen Strom besonders günstig und erneuerbar ist. Speicher laden, wenn erneuerbarer Strom im Überfluss da ist, und entladen, wenn er knapp wird. Jede so verschobene Kilowattstunde muss in der Spitzenstunde nicht aus einem Gaskraftwerk kommen, und erneuerbare Erzeugung muss seltener abgeregelt werden. Ein zentraler Baustein ist dabei die intelligente Vernetzung von Batteriespeichern in Haushalten. Sie wirken gebündelt wie ein virtuelles Kraftwerk.
Sie stehen an der Spitze von Rabot Energy: Tobias Mogge (COO), Jan Matysik (CTO), Konrad Schade (CCO), Konrad Schürmann (CEMO) und Jan Rabe (CEO).
Mit Rabot Flow hat das Unternehmen im Juni 2026 eine integrierte Lösung aus dynamischem Stromtarif, Smart Meter und Plug&Play-Batteriespeicher eingeführt. Damit lassen sich laut Rabot Energy die Energiekosten eines durchschnittlichen Haushalts um 15 Prozent senken. Die Lieferung erfolgt innerhalb von drei Tagen. Der Anschluss ist an jeder normalen Steckdose möglich, und die Aktivierung dauert knappe zwei Minuten per App. Eine eigene PV-Anlage braucht es dafür nicht, eine Mietwohnung genügt.
„Die nächste Kraftwerksgeneration wird nicht gebaut, sie wird zusammengeschaltet. In Millionen Haushalten liegt ein riesiges, bislang ungenutztes Potenzial: Energie nicht nur zu verbrauchen, sondern sie intelligent in das Gesamtsystem einzubinden. Mit der Series B machen wir aus einzelnen Haushalten ein Netzwerk, das das Stromsystem stabilisiert, die Energiewende beschleunigt und nebenbei die Stromrechnung unserer Kunden deutlich senkt“, sagt Jan Rabe, CEO von Rabot Energy.
1KOMMA5°, Hamburgs einziges Startup-Einhorn, steigert weiter seinen Wert und seine Investitionen. Das Unternehmen erhält in einer neuen Finanzierungsrunde rund 70 Millionen Euro und steuert weitere 35 Millionen aus eigenen Mitteln bei, um seine Softwarelösung Heartbeat AI weiter auszubauen.
Das Startup Procuros, Anbieter einer Infrastrukturplattform für autonomen Handel, hat eine Serie A-Finanzierungsrunde über 20 Millionen Euro abgeschlossen. Angeführt wird die Runde von XAnge. W23 Global steigt als neuer Investor ein; die bestehenden Investoren Point Nine, Creandum, b2venture und SquareOne beteiligen sich erneut, ebenso wie mehrere Business Angels.
Während bei Lebensmitteln inzwischen viele auf die Zutatenliste schauen, um beispielsweise mehr über den Anteil an Fett oder Zucker zu erfahren, tut das bei Nahrungsergänzungsmitteln kaum jemand. Dabei kommt es auch hier auf die Zusammensetzung an, denn Frauen haben einen anderen Nährstoffbedarf als Männer, was aber die wenigsten wissen. Das Startup Casimir leistet hier Aufklärungsarbeit und hat die passenden Supplements im Angebot.
Seit 2011 gibt es das Förderprogramm Music WorX. Auch in diesem Jahr unterstützt die Behörde für Kultur und Medien über die Hamburg Kreativ Gesellschaft wieder fünf innovative Startups an der Schnittstelle von Musik und Technologie. Neben einer finanziellen Förderung von jeweils bis zu 7.700 Euro erhalten die Teams ein dreimonatiges Workshop-Programm sowie Zugang zu Präsentationsmöglichkeiten und einem branchenaffinen Netzwerk.
Mit ihrem Startup Voicestories gehörte Yvonne Ramat zu den Gewinnerinnen unseres Gründerinnen-Wettbewerbs STARTERiN Hamburg 2025. Der Preis: Eine Außenwerbungskampagne von STRÖER im Wert von 20.000 Euro. Nun ist es so weit: Der Werbeauftritt ist an den Landungsbrücken, auf der Reeperbahn und in U- und S-Bahnen zu bewundern!
Papierkram hält in vielen Branchen ab von angenehmerer und sinnvollerer Arbeit. In Architektur und Bauwesen ist es eher „PDF-Kram“, aber das Problem ist das gleiche. Auch die Lösung, die Blauplan anbietet, ist mittlerweile vertraut: künstliche Intelligenz soll es richten. Dabei legt das Startup besonderen Wert auf Kundennähe und sucht daher zurzeit Partner, um die Software in der Praxis zu testen und marktgerecht weiterzuentwickeln.
Dating-Apps gibt es in vielen Variationen und ihr kommerzieller Erfolg ist oft riesig. Ein vergleichbares Angebot für die Vermittlung von Freundschaften hat sich dagegen bisher nicht etabliert. Diese Lücke zu schließen, hat sich das Hamburger Startup Urban Friends zur Aufgabe gemacht und dabei auch schon erste Erfolge erzielt.
In Deutschland hat bekanntlich alles seine Ordnung. Deshalb gibt es unter anderem die Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ), die allerdings ziemlich viel Arbeit macht. Diese mithilfe künstlicher Intelligenz wesentlich zu erleichtern hat sich das Startup Qodia als Ziel gesetzt. In einer Finanzierungsrunde hat es dafür jetzt 1,2 Millionen Euro erhalten.
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